Das Berliner Ensemble Radiks zu Gast an der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus in Simmern

Theater2Mit dem Stück „Fake oder war doch nur Spaß“ gastierte das Berliner Ensemble Radiks in der Realschule plus in Simmern. Im Rahmen der Medienprävention wurde ein fiktiver Mobbing-Fall den Schülern der Klassen 6 - 8 gezeigt.

In dem Zwei-Personen-Theaterstück träumt die siebzehnjährige Lea davon, Sängerin zu werden. Als sie schließlich in eine Casting-Agentur aufgenommen wird, weckt das nun den Neid einiger Ihrer Mitschüler/innen, vor allem den von Nadine, Leas vermeintlich bester Freundin. Erste Sticheleien und Ausgrenzungen beginnen in der Schule. Schließlich weiten sich die Mobbing-Attacken auch auf diverse Netzwerk-Portale aus, unter anderem auf Facebook und WhatsApp. Lea zieht sich zurück und geht kaum noch in die Schule. Als sie schließlich erfährt, dass Andi, mit dem sie eine Liebesaffäre hatte, zu der Gruppe der Mobber gehört und ihr Vater sie zudem bedrängt, Anzeige zu erstatten, will die mittlerweile verzweifelte Lea sich das Leben nehmen. Die Geschichte um Lea spielt sich über einen Zeitraum von einem halben Jahr ab.

Das Stück wurde von jeweils einer Schauspielerin und einem Schauspieler aufgeführt. Beide schlüpften im Verlauf des Stückes in mehrere Rollen. Überdies agierten sie als die Erzähler der Geschichte um die Protagonistin „Lea“.

Dieses Stück thematisierte viele Themenfelder, unter anderem Cybermobbing, Rolle der Medien, Nutzung der Medien und die Bedeutung der Sprache in den Medien.

Ziel der Veranstaltung war es, die Schülerinnen und Schüler für die dargestellten Problematiken zu sensibilisieren. Die guten Schauspieler schafften es schnell, die Schülerinnen und Schüler mit Ihrem Theater und den dargestellten Problematiken zu fesseln.

Direkt nach der Aufführung gab es ein Gespräch mit den beiden Schauspielern. Die rege Diskussion über das Thema Cybermobbing verdeutlichte, wie dicht die Thematik an der Lebenswelt der Schüler ist. Mit großem Applaus würdigten die Schüler die Leistung der Schauspieler.

 

Gospelkonzert der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus zieht 200 Besucher in seinen Bann

Gospel

 

Das Tripple des Gospelprojektes 2019 ist perfekt. Im diesem Jahr studierten 40 Schülerinnen und Schüler, 12 Lehrer sowie 13 Eltern und Gäste aus der Region innerhalb von zwei Tagen 12 Gospels ein. Der aus Köln angereiste Chorleiter Darius Rossol verzauberte wie in den Jahren zuvor mit seiner Art den gemischten Chor, so dass nach der Probezeit von nur acht Stunden wieder ein Auftritt in der Simmerner Stephanskirche stattfand. Vor mehr als 200 Zuschauern absolvierte der gemischte Chor seinen Auftritt. In diesem Jahr waren auch Vertreter des Kreises (Frau Lanius-Heck), der Verbandsgemeinde (Herr Boos) und der Stadt (Herr Nau) sowie des Freundeskreises Friedrich Karl Ströher (Hr. Merten) der Einladung des Organisators Herrn Radschikowsky gefolgt und konnten dem über 90 minütigen Konzert begeistert folgen.

Neben den gemeinsamen Chorgesängen stellten auch zahlreiche Solisten aus der Schülerschaft und den Gästen ihr Können unter Beweis. Der ehemalige Schüler David Horn trug ein Klavierstück vor. Auch die Lehrer Frau Wickert, Frau Schittko und Herr Radschikowsky unterhielten das Publikum mit kurzweiligen Popsongs zum Thema Liebe. Der Abend wurde mit einer Zugabe und Standing Ovations abgerundet.

Besonderer Dank gilt dem Förderverein der Stephanskirche für die Bewirtung am Konzertabend, dem Küsterehepaar Mironow und der Gilanyi-Stiftung, Verbandsgemeinde und dem Kreis für ihre finanzielle Unterstützung. Es kamen 550 € an Spenden zusammen, die der Schule und Schülerschaft zugutekommen werden. Über die Einladung von Presbyter Heiko Scherer, im nächsten Jahr wieder ein Gospelkonzert zu veranstalten, freute sich die Schulgemeinschaft sehr und folgt dieser gerne. Rektor Raoul Roth, Konrektor Rolf-Josef Zehe und der Organisator Niklas Radschikowsky waren von der Stimmung während der Proben und des Konzerts sehr begeistert. Zusammenfassend stellen sie die positive Nachwirkung des Gospelkonzerts in den Vordergrund und freuen sich, mitteilen zu können, dass der Termin für das nächste Event schon feststeht. Am Freitag, den 21.08.2020, wird es das vierte Gospelchorevent der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus geben. Hierzu laden die Initiatoren herzlich auch zum Mitmachen ein.

 

Simmerner Zehntklässler auf jüdischen Spuren in Laufersweiler

Synagoge

Im Religionsunterricht hatten sich 21 Zehntklässler der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus Simmern bereits mit den Themen „Judentum“ und „Kirche und Nationalsozialismus“ beschäftigt.

Durch den Besuch der ehemaligen Synagoge ermöglichten die beiden Religionslehrer Markus Michel und Nadine Sünder ihren Schülerinnen und Schülern eine intensivere Auseinandersetzung und Begegnung mit der jüdischen Vergangenheit des Hunsrücks.

So erhielten die Jugendlichen durch Christof Pies, den ersten Vorsitzenden des Förderkreises der Synagoge Laufersweiler, einen Überblick über die Geschichte der jüdischen Gemeinde und der ehemaligen Synagoge in Laufersweiler. Exemplarisch wurden einzelne Schicksale herausgegriffen, um den Schülerinnen und Schülern die Schrecken der damaligen Zeit, die auch im Hunsrück Einzug gehalten hatten, zu verdeutlichen. „Wir reden über die Vergangenheit, damit die Zukunft nicht so wird.“, so Pies in seinen Ausführungen.

Besonders beeindruckt zeigten sich die Religionsschüler von dem Erinnerungsort auf dem Synagogengrundstück, auf dem 25 schwarze Stelen stehen, die mit verschiedenfarbigen Würfeln gefüllt sind. Die Zahl der Würfel pro Stele entspricht den Lebensjahren der jeweiligen Person, die Farben der Würfel symbolisieren mit ihren Farben die einzelnen Lebensphasen. So zeigen die bunten Würfel die Jahre des „gelebten Lebens“ und die schwarze Fläche die des „geraubten Lebens“. Ein Kind wurde nur vier Jahre alt.

Auf den „Weg der Erinnerung“ begaben sich die Schülerinnen und Schüler zum Abschluss ihres Besuches und wandelten so auf jüdischen Spuren durch Laufersweiler. Den Endpunkt bildete hierbei der jüdische Friedhof, auf dem die letzte Beerdigung im Jahre 1941 stattgefunden hatte.

Der Besuch der ehemaligen Synagoge wird in Zukunft fest im Bildungsangebot der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus Simmern für das 10. Schuljahr verankert werden.

 

Studienfahrt nach Hastings

England1

Nach einer gefühlten Ewigkeit Fahrt durch Belgien und der Überfahrt über den Kanal kamen wir abends in Hastings an und wurden von unseren Gastfamilien in Empfang genommen. Nachdem die erste Frage „Gibt es W-LAN“ beantwortet war, gab es das erste englische Abendessen, für die meisten Fast-Food.

Am nächsten Morgen erkundeten wir den Kiesstrand und den neuen Pier bei sonnigem Wetter und leckerem Eis direkt vom Milchbauer. Dabei lernten wir auch, dass Eiskugel nicht „ball“ heißt, wie viele glaubten, sondern „scoop“. Nach einem langen Weg mit vielen Umwegen und Treppen gelangten wir zur geschichtsträchtigen Burg von William the Conquerer, der England 1066 eroberte. Hier lernten wir in einer Filmvorführung viel über die letzte Eroberung Englands. Im Anschluss an das Pflichtprogramm trainierten wir die englische Sprache in Geschäften und Cafés.

Der nächste Morgen begann dann sehr früh für uns, es ging nach London. Aufregend war vor allem das Fahren mit der legendären Londoner Tube. Wir haben auch nur zweimal Mitfahrer verloren, die sich dann souverän in der europäischen Metropole zurechtfanden. Der Höhepunkt unseres Tagesausflugs war der „Flug“ mit London Eye. In der Glaskabine hatten wir einen hervorragenden Ausblick über die schöne Stadt an der Themse. Viele nutzten ihn als Kulisse für persönliches Fotoshooting in den luftigen Höhen. Nach langen Fußmärschen, z.B. Hyde Park, Oxford Street, Buckingham Palace, Piccadilly Circus genossen es viele, die Füße ausruhen zu können. Am nächsten Tag besuchten wir die bekannte Kathedrale in Canterbury, für manche von uns war es der erste Kirchenbesuch. Daraus ergaben sich tiefsinnige Gespräche über Kultur, Geschichte und den Sinn des Lebens. Leider blieb danach nur wenig Zeit zur Stadterkundung. England2

Am Nachmittag wurde der alte Fischereihafen von Hastings mit den berühmten schwarzen Netshops und dem winzigen, urig eingerichteten Mitmachmuseum von uns unsicher gemacht. Es stürzten sich alle auf die Ausmalbilder. Am Ende verprassten wir noch das restliche Geld für Essen, Kleidung und Souvenirs. Eine unvergessliche Fahrt mit vielen wunderbaren Gesangseinlagen in den hinteren Busreihen und zwischendurch auch tiefsinnigen und weniger tiefsinnigen Gesprächen neigte sich dem Ende zu.

Freitags hieß es dann Abschied nehmen von den Gasteltern und vor uns stand die ewige Busfahrt durch Belgien. Man wunderte sich, wie riesig so ein kleines Land sein kann, wenn man durch es hindurch fahren muss.

Alles in allem eine gelungene Fahrt! Gerne wieder! Englandfahrer, ihr wart super!!!