Tag der Artenvielfalt am Simmersee 2018

Auch in diesem Jahr beteiligte sich die SimmerSee-AG der Realschule plus in Simmern an dem Tag der Artenvielfalt. Trotz großer Schülereinbußen aufgrund der Klassenfahrten am Jahresende fanden sich einige Schüler/innen für den Tag der Artenvielfalt am Simmersee ein.

Die kleine Gruppe in diesem Jahr beschäftigte sich am Simmersee mit den dort wachsenden Blütenpflanzen und fand in der Tat diverse Arten:

Allen voran der gemeine Wiesenklee. Dieser kleine Schmetterlingsblütler ist auf dem gesamten Simmersee-Gelände zu finden. Auch der Färber-Ginster ist an einigen Hängen und der gelbe Hornklee oder die Zaun-Wicke in den ungemähten Wiesen zu beobachten.

Rosengewächse sind vertreten durch Exemplare der gewöhnlichen Nelkenwurz, echten Mädesüß, kriechenden Fingerkraut und Gänsefingerkraut. Letzteres ist eine Staude, deren weiche Blätter in früheren Zeiten als Einlegesohlen für Holzschuhe dienten.

Für Rötegewächse fanden die jungen Leute nur einen Vertreter, das Wiesen-Labkraut, das früher zur Herstellung von Käse verwendet wurde.

Der Wiesen-Bärenklau (Doldenblütengewächs) darf unter keinen Umständen mit dem Riesen-Bärenklau verwechselt werden. Während der Wiesen-Bärenklau im Wuchs kleiner und am Blattrand kerbig gesägter ist als sein großer Verwandter, vertreibt dieser unsere heimischen Pflanzen vielerorts. Bei Sonnenschein verursacht der Saft des Riesen-Bärenklaus auf der Haut Rötungen und Blasen wie bei Verbrennungen.

Unauffällig im ungemähten Gras wächst der sumpfblättrige Ampfer (Knöterichgewächs), der Spitzwegerich und Breitwegerich (Wegerichgewächse) und das kleine Lippenblütlergewächs gewöhnliche Gundermann. Letztere enthält ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe. Daher verwendet die Volksmedizin sie gern gegen Durchfall und Husten. Auch schmeckt das Kraut in Salaten oder als spinatartiges Gemüse.

Artenvielfalt3Ein besonderer Fund der Storchschnabelgewächse ist der Pyrenäen-Storchschnabel. Wie der Name bereits vermuten lässt, stammt diese Art aus den Gebirgen Südeuropas. Wahrscheinlich hat er sich vor ca. 200 Jahren bei uns eingebürgert, entweder als Zierpflanze, die sich auswilderte oder als heimlicher Begleiter diverser Wanderer. Typisch für diese Art Storchschnabel sind die hellvioletten Blüten.

Zu den häufig vertretenden Korbblütengewächsen zählen die Gänseblümchen, Margerite, Löwenzahn und der Wiesen-Pippau, der nur auf Mähwiesen gedeihen kann.

Eine, der zwei letzten, gefundenen sehr zarten und kleinen Blütenpflanzen, gehört wie die große Sternmiere zu den Nelkengewächsen. Diese ist eine der seltenen Pflanzen, die sowohl Insekten anlocken, sich aber auch selbst befruchten können.

Jeder kennt unsere letzte Blütenpflanze, das Wald-Vergissmeinnicht, denn in der Romantik gilt sie als Blume der Liebenden.

Zum Schluss gilt der Dank der SimmerseeAG wieder Herrn Homann, der uns auch in diesem Jahr mit Rat und Tat zur Seite stand.

 

Fahrt nach Verdun

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Am Mittwoch, den 23.05.18, trafen sich Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen der Realschule plus Simmern, um sich mit dem Bus gemeinsam mit ihren Klassenlehrern auf den Weg nach Verdun zu machen.

Als die Klassen auf den Anhöhen von Verdun im Norden von Frankreich ankamen, wurden sie an der ersten Station von mehreren Reisebegleitern der 10. Klassen (im Rahmen von Peer Education) durch das Fort Douaumont geführt. Die Guides führten die Schüler durch die verschiedenen Stockwerke und deren noch erhaltenen Räume wie beispielsweise die ehemaligen Schlafräume der Soldaten. Nachdem den neunten Klassen die extrem schlechten Lebensumstände der Soldaten nahegebracht wurden, begaben sich die interessierten Schüler zur zweiten Station; dem Gebeinhaus und dessen über 16.000 Gräbern. Sprachlos, aber dennoch neugierig, gingen die Klassen durch die Gedenkstätte, um sich die Namen der verstorbenen Soldaten und deren Todesalter anzuschauen. Bevor der Nachhauseweg anstand, durften sich die Schüler ein Bild von dem der zerstörten Dorf Fleury machen.verdun2018 2 Dort konnten sie sich die neu errichtete Kapelle anschauen. Um sich das Dorf besser vorstellen zu können, standen dort viele Schilder mit Informationen über die ehemaligen Gebäude des Dorfes. Durch diese eintägige Exkursion in Frankreich wurde uns Schülern noch einmal bewusster, wie unnötig solch ein Krieg war und welch ein Leid Millionen von Menschen durch den 1.Weltkrieg erleiden mussten. Auch konnten wir den damaligen Krieg mit der heutigen Zeit vergleichen, sodass uns nur die Hoffnung bleibt, dass Politiker versuchen, eine Zusammenarbeit unter uns Menschen zu leisten und unsere Weltgeschichte nicht noch einmal in solch einer Katastrophe endet.

(Chiara Procopio, 9b)

 

Die Fünftklässler entdecken die Welt der Bücher

Besuch in der Stadtbücherei Simmern

BuechereiDie Stadtbücherei Simmern war für die Klassen 5a und 5b die erste Station auf ihrer Erkundungstour in die Welt der Bücher. Frau Lindner, die Leiterin der Stadtbücherei, machte die Leseratten auf spielerische Art mit der Arbeitsweise einer Bücherausleihe vertraut. Neben den herkömmlichen Büchern, Zeitschriften und Spielen weckten auch die elektronischen Bücher und Hörbücher die Leselust der Jüngsten. Nach ausgiebigem Stöbern in den Bücherregalen und -kisten und dem Lesen in den gemütlichen Sitzecken, fanden bald alle ein interessantes Buch, das sie im Sitzkreis vorstellten.  

„Ich schenk dir eine Geschichte“ - Kampagne zur Leseförderung Rottmann1

Die Orientierungsstufe der Realschule plus nahm auch in diesem Jahr an der deutschlandweiten Kampagne des Deutschen Buchhandels und der Stiftung „Lesen“ zur Leseförderung teil. Die Buch-Gutscheine der Aktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ lösten die 5. Klassen persönlich mit ihren Klassenleiterinnen Anja Köchling, Simone Kohl und Marica Cindric in der Rottmann-Buchhandlung in Simmern gegen das Buch „Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard“ von Rottmann2Sabine Zett ein. Die Inhaberin Anna-Luise Heinrich ließ es sich nicht nehmen, einige Neuerscheinungen in der Kinder- und Jugendbuchliteratur vorzustellen und nahm die Schülerinnen und Schüler auf eine spannende Lesereise mit. Anschließend wurden die ausgestellten Bücher im Buchladen genauer unter die Lupe genommen und alle konnten sich ein Bild davon machen, was zurzeit auf dem Büchermarkt angeboten wird.

 

Der Welttag des Buches am 23.April: Leselust mit ForschergeistWelttagDesBuches

Mit internationalen Sprachklängen und viel Forschergeist gestaltete die Klasse 5b den Welttag des Buches am 23. April.

Für ein sprachliches Hörerlebnis der besonderen Art sorgte Bysra Er, als sie den Anfang des Märchens „Die Bremer Stadtmusikanten“ von den Gebrüdern Grimm auf Türkisch vorlas. Zur Feier des Tages durften auch die „Großen“, die Tutoren aus der Klasse 10b, nicht fehlen. Yeliz Altinok und Julius Birk ließen die tierischen Musikanten aus Bremen für einen Moment im Klassenzimmer zu Wort kommen. Dass die vertrauten Tierstimmen in anderen Sprachen anders klingen, als wir es gewohnt sind, bewiesen die Schülerinnen und Schüler aus der Klasse, die zurzeit die deutsche Sprache stundenweise im Sprachintensivkurs der Realschule plus lernen. Sie stellten die Tiere des Märchens nicht nur in Wort und Schrift ihres Heimatlandes vor, sondern ahmten die Tierstimmen nach. Die Klasse staunte nicht schlecht, als ihre syrischen Mitschüler die Tiernamen auf Arabisch von rechts nach links an die Tafel schrieben. Auch das kyrillische Schriftbild, das von einigen Kindern in der Klasse beherrscht wird, weckte das Interesse der jungen Sprachforscher zum Nachahmen.

Mit diesem neu erworbenen Erfahrungsschatz aus der Welt der Sprachen und der Bücher wird die Klasse im Rahmen eines Leseabends gemeinsam mit ihren Eltern am 24. Mai ihre Lieblingsbücher vorstellen. Dafür werden jetzt schon fleißig Schuhkartons bunt bemalt, mit Texten beklebt und mit Bildern, Zeichnungen oder auch mit ausgedienten Lego-Figuren versehen.

 

Weidenanpflanzung durch die Simmersee-AG

Simmersee1Die Weide ist ein Baum, den die Biber benötigen um zu überleben.

Wiederholt pflanzt die Simmersee-AG Weiden nach, damit der am Simmersee ansässige Biber auch in den nächsten Jahren Futter hat.

Wie auf den Bildern zu sehen ist, setzen die Biber die großen Wiesen unter Wasser, unter anderem, um an ihr Leckerbissen besser heran zu kommen.

Wieder einmal hat Herr Homann der AG geholfen und gezeigt, wie wir am besten arbeiten: Dabei muss man einfach nur Äste der Weide abschneiden und diese dann in den Boden stecken; zu Simmersee5beachten ist, dass die kleineren Äste nach oben zeigen, da sie ansonsten schlechtere Chancen für das Anwachsen haben.

Die Weiden werden rund um das Biotop gesetzt, allerdings nicht im Schatten der bereits ausgewachsenen Bäume, weil sie dort nicht wachsen können.

Auf einer Karte haben die Schüler/innen die einzelnen Standorte der jungen Weidentriebe kartografiert, um beobachten zu können, ob diese, wie erwartet, wachsen und gedeihen. Bei den bisherigen Pflanzaktionen sind bereits knapp 500 junge Weiden nachgesetzt worden. Wir hoffen alle auf gutes Gelingen!

Y. Altinok

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