Auf die Sprühdosen fertig los....

Graffiti Projekt7a

 

...hieß es unter anderem bei dem 2-tägigen Graffiti-Projekt der Klasse 7a der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus in Simmern. An den beiden Tagen standen sowohl theoretische Grundlagen zur Geschichte und Entstehung von Graffiti sowie die Frage ob dies eine Straftat oder Kunst ist. Natürlich durfte auch die Praxis nicht fehlen und so setzten die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Piece um, in dem sie die Wörter RESPEKT, TOLERANZ und ROCK THE SCHOOL auf große Platten sprühten.

Geleitet wurde das Projekt von dem bekannten Graffiti-Künstler Kai „Semor“ Niederhausen, der für die 2 Tage von Köln angereist kam und die Klasse professionell unterstütze und ihnen einen Einblick in die Welt des Graffitis bot.

 

Die Frauen, die unsere Kleider nähen

AusstellungTextilarbeiterinnen

 

Die erste Ausstellung nach der langen Phase des Fernunterrichts war für den Kurs Wirtschaft und Verwaltung der 9. Klassen eine willkommene Gelegenheit, außerhalb des Klassenzimmers zu lernen. Mit ihrer Kursleiterin Marica Cindric besuchten sie die Ausstellung „Kleider machen Leute – Leute machen Kleider“, die in der Simmerner Stephanskirche Aufschluss über das Leben der Textilarbeiterinnen in Bangladesch gab.

Bereits im Unterricht beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage der Nachhaltigkeit in der Modebranche und wie der Welthandel fairer gestaltet werden kann. Sie stellten dabei fest, dass wir selbstverständlich und zugegebenermaßen auch gerne den schnell wechselnden modischen Trends folgen. Für viele gehört die Fast Fashion zum Lebensstil. Dabei übersehen wir leicht, dass die Mode für uns nur deshalb erschwinglich ist, weil die Textilarbeiterinnen in Bangladesch, die unsere Kleidung nähen, wenig Lohn für ihre Arbeit bekommen. Das Land gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die extrem niedrigen Lohnkosten haben zwar zu einem gigantischen Wachstum der Industrie geführt, doch der Wohlstand ist noch nicht bei den Arbeiterinnen, die am Ende der Produktionskette stehen, angekommen.

Aus den persönlichen Schicksalen, die auf den großen Standbildern beschrieben waren, gewannen die Schülerinnen und Schüler Einblicke darüber, was es heißt, unter gesundheitsschädigenden Arbeitsbedingungen zu arbeiten. Die Textilarbeiterinnen sind meistens jung, weil sie die Belastung besser aushalten können, kommen aus ländlichen Gebieten und haben nur geringe Schulbildung. Die Arbeit in den Textilfabriken ist für sie die einzige Möglichkeit Geld zu verdienen, um ihre Kinder und ihre meistens arbeitslosen Ehemänner zu ernähren.

Jegliche Bestrebungen sich gewerkschaftlich zu organisieren und für höhere Löhne und Sicherheitsstandards zu kämpfen, bekommen die Frauen durch Gewalt und Repressalien zu spüren. Das ist ein Grund, warum sich bisher an ihrer Lage kaum etwas änderte. Die Ausstellung ist ein Beitrag uns, die Konsumenten der Bekleidungsindustrie, auf die unmenschlichen Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen.

Die Denkanstöße, die sie in der Ausstellung mit auf den Weg bekamen, nutzten die Schülerinnen und Schüler für viele Diskussionen im Klassenzimmer und stellten fest:  Die Schicksale der Textilarbeiterinnen in Bangladesch haben auch mit unserem Kaufverhalten zu tun.

 

Abschlussfeier mit Hindernissen an der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus Simmern

Abschlussfeier

Die Abschlussfeier der Klassen 9b, 9c und 10a der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus Simmern gestaltete sich völlig anders als erwartet. Sollte sie ursprünglich im Stil einer „Gartenparty“ ganz coronakonform unter freiem Himmel im Kommunikationszentrum in Argenthal stattfinden, wurde sie kurzfristig in Erwartung starken Gewitters in die Chur-Pfalz-Halle nach Argenthal verlegt. Doch Corona machte allen einen Strich durch die Rechnung. Donnerstag morgens wurde für den Abend noch eifrig geprobt und die Halle hergerichtet und nachmittags musste dann die komplette Veranstaltung wegen eines Coronafalls abgesagt werden.

Und so versammelten sich die Abschlussschülerinnen und -schüler, die konnten, eine Woche später Donnerstag vormittags in der Aula der Schule, um wenigstens einer kleinen Verabschiedung beiwohnen zu können. Videokonferenzschaltung machte es möglich, dass auch die in Quarantäne befindlichen Schüler an der Feier teilnehmen konnten. Die Feier begann mit einer kleinen Andacht zum Thema „Hoffnung“, welche die beiden Religionslehrerinnen Nadine Sünder und Linda Härter mit Abschlussschülerinnen durchführten. Musikalisch begleitet wurde die Feier von den Lehrerinnen und Lehrern Rolf-Josef Zehe, Daniela Schittko, Christina Wickert und Niklas Radschikowsky. Im Anschluss an die Rede des Schulleiters Raoul Roth und der Schülersprecherin Vanessa Bleich fanden die Ehrungen für die Schülerinnen und Schüler mit besonderen Leistungen und großem Engagement statt.

Klassenbeste waren Renas Sayinbatur (9b), Ali Can Ceren (9c) und Verena Heuchert (10a).

Für soziales Engagement in der Klasse wurden Maurice Dillenburg (9b), Ali Can Ceren (9c) und Hannah Rühl (10a) geehrt.

Den Buchpreis der Ministerin erhielt Evelyn Keer (10a).

Der Preis der László Gilányi Stiftung für Soziales Engagement für die Schulgemeinschaft ging an Vanessa Bleich (9b) und Akasya Kilic (9b).

Am Ende erhielten anwesende Abschlussschülerinnen und -schüler von ihren jeweiligen Klassenleitungen Carsten Hüttmann, Hans Nicolay und Veronika Demme ihre Zeugnisse.

(Text: V. Demme, Foto: N. Sünder)

 

Nawi-Projekt im Tierpark Bell

TierparkBell

Endlich können nun im Tier- und Erlebnispark in Bell auch wieder größere Gruppen, insbesondere Schulklassen, zur Freude der Tierparkbetreiber begrüßt werden. Dies ließen sich die drei fünften Klassen der Friedrich-Karl -Ströher Realschule plus Simmern nicht nehmen und nutzten das Angebot zu einer Exkursion im Rahmen eines Nawi-Projekts.

Thematisch hatten sich die Schülerinnen und Schüler bereits im Fach Deutsch mit dem Verfassen eines Tiersteckbriefs zu ihren eigenen Haustieren beschäftigt.

Im Tierpark wurden nun etwas exotischere Tiere,  wie Pumas, sibirische Tiger, Kattas, unter die Lupe genommen. In Zweierteams ging es nach einer gemeinsamen Runde durch den Tierpark in Kleingruppen los, um Informationen über bestimmte Tiere zu erarbeiten.

Neben der Erkundung des Tierparks standen aber auch einige Vorführungen auf dem abwechslungsreichen Programm.  So wurden die Huskys bei ihrer Fütterung beobachtet. Im Freiluftklassenzimmer konnte der Freiflug der Papageien bestaunt werden. Besonders fasziniert zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von der Raubtierschau, in der echte Pumas aus nächster Nähe betrachtet werden konnten.